von | 8. Dezember 2011

Wie kann ich meine USB Festplatten ins Netzwerk hängen?

Iomega iConnect USB NAS

Iomega iConnect USB NAS

In der Vergangenheit haben sich bei mir einige USB Festplatten angesammelt. Vor einigen Jahren war es noch vollkommen normal nur einen PC zu haben, doch heute haben viele Leute mehrere Geräte auf denen Sie die Inhalte der Festplatten nutzen wollen. Dieses ewige wechseln der Festplatten ging mir dabei auf die Nerven, also suchte ich mir ein NAS für USB Fesplatten.

Die Auswahl ist in diesem Bereich nicht wirklich groß, vor allem wenn man keine >200€ ausgeben will. Meine Kriterien waren, mindestens 2 USB Ports (besser 4), UPnP / DLNA, W-Lan und eine ordentliche Software. Geschwindigkeit war in der Preisklasse nicht so wichtig, weil man da auch nicht viel erwarten kann. Nach längerer Recherche bin ich zum Entschluss gekommen, den Iomega iConnect auszuprobieren. Er kann per W-Lan und Lan verbunden werden, unterstützt UPnP, hat 4 USB Ports und noch zusätzliche Features wie einen Bit Torrent Server, Fernzugriff, uvm.

Iomega iConnect bestellt und ‚eingerichtet‘

Iomega iConnect Rückseite

Iomega iConnect Rückseite

Dank Amazon Wearhousedeals habe ich für den iConnect nur knappe 50€ bezahlt was in Ordnung ging. Im Internet habe ich gelesen das die 1. Konfiguration etwas aufwendiger sei, was absolut nicht stimmt, das Gertät angeschlossen, mit Lankabel verbunden (1. Einrichtung muss natürlich mit Kabel gemacht werden) und sofort hat Windows 7 das Gerät im Netzwerk gefunden. An die USB-Ports noch eben die Festplatten gehangen und schon waren diese im Netzwerk verfügbar. Von einer aufwendigen Konfiguration keine Spur, die mitgelieferte Software wurde auch nicht benötigt (ehrlich gesagt habe ich die Software auch bis jetzt nicht installiert 😉 )

Der Haken: Die Geschwindigkeit

Wie alle Geräte dieser Klasse sollte man keine Wunder in der Übertragungsrate erwarten. Ich habe den iConnect per Netzwerkkabel verbunden und nicht per W-Lan (im Test sehr langsam). Schreibend habe ich Geschwindigkeiten bis zu 4,2 mb/s geschafft (kommt auch auf die gewählte Festplatte an)

Ich habe mal einen kleinen Benchmark gemacht. Der Laptop war über W-Lan verbunden. Auf alle 4 Festplatten habe ich jeweils ein 676 mb Großes Image geschoben, hier die Geschwindigkeiten schreibend und lesend.

Name Festplatte: Füllstand Schreibend MB/s Dauer schreibend Lesend MB/s Dauer lesend
WD MyBook 320 GB 0% 3,27 3:27 4,28 2:38
WD MyBook 500 GB 98% 2,14 5:15 4,57 2:28
CnMemory 1 TB 50% 2,40 4:42 4,23 2:40
WD Elements 2 TB 0% 4,20 2:41 4,25 2:39

Die Geschwindigkeiten sind natürlich nicht zu vergleichen mit einem professionellen NAS, aber reichen vollkommen aus um MP3’s zu streamen, Filme in HD Rip Qualität zu gucken oder einfach mal durch ein paar Bilder zu blättern.

Fazit

Mein Ziel war es, die Festplatten so ins Netzwerk zu hängen, dass ich von jedem Gerät (Laptop, PC, TV, Tablet, SmartPhone) MP3’s, Filme und Bilder Streamen/öffnen kann. Das ist mit dem Iomega iConnect möglich. Die Transferraten sind weit weg von „schnell“, reichen für die Streams aber vollkommen aus, selbst HD Rips laufen ruckelfrei.

/Update 08.12.2011:

Die Benchmarks „lesend“ sind teilweise falsch/zu niedrig. Ich habe mal meine W-Lan Konfiguration angeguckt und gemerkt, dass mein W-Lan nicht mit voller Leistung läuft sondern nur im 1 Kanal 20 MHz betrieb und so nicht mehr als 65 Mbit/s möglich war. Natürlich sind 65 Mbit/s weit aus mehr als 4,57 MB/s, aber 65 Mbit/s ist ja auch der Maximalwert der möglich war. Im Zuge dieser Änderung habe ich auch gleich mal die W-Lan Netzwerke der Umgebung gescannt um den besten/freiesten Channel zu finden. Mit nun voller W-Lan Leistung waren Lesegeschwindigkeiten von ca. 5-6 MB/s möglich.

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Kategorien: Hardware