von | 10. Juli 2011

Google+ Logo

Das Google+ Logo

Knapp eine Woche ist es her das Google das hauseigene Socialnetwork „Google Plus“ auf den Markt gebracht hat (momentan noch geschlossene Beta, aber Einladungen bekommt man leicht). In jedem 2. Blog wird Google+ die Tage thematisiert, da will ich auch mal auf den Zug aufspringen und meine ersten Eindrücke von Google+ loswerden.

Welche Funktionen Google+ besitzt (Hubble, Circles, Sparks, etc) wissen die meisten, dass will ich jetzt hier auch gar nicht thematisieren, sondern einfach nur meinen ersten Eindruck nach etwas mehr als 1 Woche in der Welt von Google+. Ab und an werde ich auch einen Vergleich/Fingerzeig zu Facebook einbauen, es ist ja auch bis jetzt das erfolgreichste Social Network der Geschichte.

Die Mischung machts

Das Team von Google Plus hat die vorhandenen sozialen Netzwerke genau analysiert und nur das beste der einzelnen Netzwerke in das eigene implementiert. Als kleines Beispiel finde ich es gut, dass man hier nicht von „Freunden“ redet wie z.B. bei Facebook, sondern das es sich mehr um Follower (bekannt aus Twitter) handelt. Man kann natürlich einen Circle „Freunde“ anlegen und darin nur die besten Freunde stecken, aber prinzipiell sind es Follower denen ich auch folge und damit die „Freundschaft bestätige“.

Diktatur vs. sturkturiertes Unternehmen

Man merkt einfach das Google keine Diktatur wie Facebook ist, sondern hier wurde das zusammen gestellt, was die User wollen, und damit auch was Google will. Während Mark Zuckerberg manchmal recht bedenkliche Entscheidungen trifft bezüglich der Privatsphäre etc,  wirkt Google+ da schon ausgereifter. Die Einstellungen sind nicht bis ins kleinste Eck verschachtelt und leicht verständlich. An den Privatsphären-Einstellungen von Facebook ist schon so mancher User verzweifelt.

So auch das man bei jedem senden eines Posts entscheiden kann, welcher Circle (bzw. welche Person) diesen zu sehen bekommen soll. Google begründet das mit einem Satz wie: „Mit seinen Freunden teilt man andere Dinge als mit Arbeitskollegen und wer teilt schon etwas mit seinem Chef?“ Auch das zeigt, dass Google die Kritik die an Facebook laut wurde, aber nie beachtet wurde sehr wohl wahrgenommen hat und auch gut umgesetzt hat.

Android App direkt zum Start

Direkt zum release veröffentlichte Google die Android App für Google+ die jetzt schon vergleichbar zur veralteten und stehengebliebenen Facebook App ist. Die wichtigsten Funktionen sind hier nutzbar und ich denke, in naher Zukunft werden noch einige hinzu kommen.Mir gefällt die App ganz gut und wenn man bei der Erstinstallation etwas mehr aufgepasst hätte wie ich (zu meiner Verteidigung, es war 5:30 morgens), wäre man vom Instantupload auch nicht so überrascht gewesen. Zitat „Hey was machen denn die ganzen Fotos da?

Außer der App wurde Google+ direkt in die vorhandene Infrastruktur eingebettet. In der Googleleiste am oberen Bildschirmrand prangert ein Direktlink zum Netzwerk (+Name) noch vor dem Reiter „Web“. Während der Suche werden Notifications direkt angezeigt, damit ist Google+ präsenter als z.b. Facebook und Twitter. Leute die GoogleMail, den Kalender, Docs oder den Reader nutzen, haben das neue Netzwerk immer vor Augen.

Fazit nach etwas mehr als 1 Woche Google+

Natürlich ist Google+ jetzt neu und wow und toll etc, aber man muss auch bedenken, dass es noch keine Apps und keine API gibt. Meine Facebook Neuigkeiten sind vormittags manchmal so gepflaster von Werbung irgendwelcher Unternehmensseiten, Appmeldungen wo Leuten beim Bauernhofausbau um Hilfe bitten und irgendwelchen Horoskopen, dass die organischen Einträge vollkommen untergehen bzw. überlesen werden. Dieses Problem hat Google+ noch nicht und ich würde mich freuen, wenn das auch so bleibt.

Ich will jetzt nicht sagen, dass Facebook total sch…lecht ist und Google+ das Non Plus Ultra (super Wortwitz), immerhin würde es Google+ in der Form gar nicht geben, wenn Facebook nicht einen solchen riesen Boom ausgelöst hätte und so erfolgreich gewesen wäre. Ich hoffe das Google+ Mark Zuckerberg dazu bringt über seine Strategie und Zukunftspläne etwas nachzudenken und ggf. auch mal auf seine Facebook User zu hören, weil sonst kann er über kurz oder lang mit seinem Netzwerk in bredouille geraten.

P.S. Wer eine Einladung will einfach ein Kommentar mit der Mail, wohin die Einladung gehen soll, posten 😉

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Kategorien: Google+